Mit ‘#Politik’ getaggte Beiträge

Die Facebook-affinen unter euch werden mittlerweile davon mitbekommen haben: Die Montagsdemonstrationen bekommen neuen Aufschwung durch den Aufruf eines gewissen Lars Märholz. Von überall her hagelt es heftige Kritik an dem Aufruf und den Inhalten. Auch ich habe diese Kritik bereits verbreitet, vor allem in Bezug auf die Berliner Montagsdemo. Nun wollte ich mir mal anschauen, wie das in Dortmund so abläuft und ob dieselbe Kritik daran berechtigt ist, bevor ich etwas darüber verbreite.

Der Artikel ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil stelle ich kurz die Vorgeschichte und Hintergründe dar, im zweiten Teil folgt dann der Bezug zu Dortmund und der Bericht von der Mahnwache. Im dritten Teil versuche ich, die plumpe Zinskritik der Neurechten der Utopie der Freiwirtschaft gegenüber zu stellen zum Zwecke der Ehrenrettung letzterer.

Zur Vorgeschichte:

Die Veranstaltung wird fast auschließlich über Facebook organisiert und beworben, unter diesem Link ist die jeweils aktuelle Facebook-Veranstaltung zu finden: AUFRUF ZUM FRIEDLICHEN WIDERSTAND! FÜR FRIEDEN! AUF DER WELT! FÜR EINE EHRLICHE PRESSE! & GEGEN DIE FINANZHERRSCHAFT DER FEDERAL RESERVE (einer privaten bank)!

Dazu muss ich sagen, dass ich von vornherein, als mir der Link zum ersten Mal auf Facebook begegnete, skeptisch war, aufgrund der Formulierung und des Designs. Mir erschloss sich nicht, warum ein Aufruf der zu mehr als 50 Prozent aus Groß,buchstaben besteht und schon im Titel mit Problemen bei der Groß- und Kleinschreibung versehenen ist, so eine immense Reichweite bekam, bei gleichzeitiger unbedingter Folgschaft der Sympathisanten und ohne das jemand Formulierungen hinterfragt, Mitsprachrecht beim Aufruf einfordert oder Hintergrund-Recherchen zum Aufrufer durchführt. Stattdessen werden für viele Städte Titel und Aufruf kopiert und eigene Veranstaltungen erstellt. Es verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Was sofort auffällt: Es wird sich von Anfang an von „rechts und links“ distanziert sowie von „friedlichem Widerstand“ gesprochen, ohne dass genau angegeben wird, was damit gemeint sein soll. Was ebenfalls auffällt ist, dass – obwohl es sich um eine Friedensbewegung handeln soll – wenig auf Friedenspolitik eingegangen wird, sondern eigentlich nur die Politik der Federal Reserve Bank (FED) angegriffen wird, mit der simplifizierenden Behauptung, hinter allen Kriegen der Neuzeit würde die FED stecken. Eine differenzierte Sicht auf die Weltpolitik, eine differenzierte Gesellschaftsanalyse sowie eine meines Erachtens in diesem Zusammenhang notwendige Kapitalismus-Kritik fehlt augenmerklich.

Bedenklich aber wurde es erst, als sich dann Menschen aus dem linken Spektrum an die Recherche zu dem Hintergrund des Aufrufers gemacht haben. In diesem Artikel Völkische Friedensbewegung macht mobil der auf dem Portal linksunten.indymedia eingestellt wurde, findet man zum Beispiel folgende Informationen:

Unter der Überschrift „Einige unserer Volksvertreter wachen auf“ wird ein Video verlinkt, eingeführt mit den Worten „BIA-Stadtrat Karl Richter weißt auf die erhebliche Verantwortung westlicher Politiker und Parteien für die Eskalation in der Ukraine hin“</em> (…).

Dass Karl Richter Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion ist und er für die rassistische "Bürgerinitiative Ausländerstopp" im Münchener Stadtparlament sitzt, interessiert Lars Mährholz nicht und verrät es auch nicht den geneigten Lesenden seiner Homepage.

sowie:

Das Thema „Fremdherrschaft Deutschlands“, welches vor allen Reichsbürger-Nazis umtreibt, liegt auch Mährholz am Herzen. Recht ausführlich beschreibt er, warum Ausweis und Reisepass die deutsche Staatsangehörigkeit nicht belegen und kommt zum Schluss, dass „Deutschland unter Verwaltung steht“. Das verlinkte Video „Staatenlos in Deutschland – Reiner Oberüber im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt“ ist das Sahnehäubchen der Reichsbürgerpropaganda, die der Berliner Friedensaktivist ohne jede Scham weiterverbreitet.

Die Montagsdemos begannen in Westdeutschland nach Verabschiedung der Hartz-Gesetze und im Anschluss an die Proteste. Der Organisator der Dortmunder Montagsdemo, Gerd Pfisterer, war mir schon in anderen politischen Zusammenhängen begegnet und nicht einem solchen Spektrum zuzuordnen. Ich wusste, dass die Montagsdemos im Ruhrgebiet größtenteils von der pro-stalinistischen MLPD in Beschlag genommen wurden, aus freiheitlich denkender Sicht also auch abzulehnen sind. Auch kenne ich den Organisator der neuen Bewegung in Dortmund aus anderen Zusammenhängen.

Bericht aus Dortmund:

Mit gemischten Gefühlen ging ich also am 14. April auf meine erste Montagsdemo in Dortmund. Für Gerd Pfisterer war es die 491., für die neuen Organisator*innen die dritte Mahnwache vor der Reinoldikirche.

Gleich zu Beginn musste ich einschreiten, als gefragt wurde, ob jemand ein Problem damit hätte, wenn geflyert werden würde. Prinzipiell ja eine gute Idee fand ich. „So ein Magazin, Compact„. Keiner schien damit ein Problem zu haben. Ich habe laut „Veto!“ gerufen und am Mikro erklären müssen, dass es sich bei dem „Compact“-Magazin um das rechte Geschwurbel des homophoben Ideologen Jürgen Elässer handelt, der darin auch antisemitische Verschwörungsideologie sowie esoterische „alternativ-medizinische“ Theorien und Produkte bewirbt. Vollends in die rechte Ecke hat er sich selbst gebracht mit seiner „Compact“-Konferenz für die „Zukunft der Familie“, zu welcher er Thilo Sarrazin, Eva Hermanns und die Initiatorinnen der russischen Gesetze gegen „Schwulen-Propaganda“ als Redner*innen einlud. Die Verteilung des „Magazins“ konnte verhindert werden. Seltsamerweise sollte dann aus einem für mich komischen Demokratie-Verständnis jegliches Flyern untersagt werden, dies konnte dann jedoch von Pfisterer abgewendet werden. (Übrigens arbeitet auch der neue Guru der neuen Friedensdemo-Bewegung Ken Jebsen, der in Berlin dafür sorgt das nicht wenige hundert sondern einige Tausend teilnehmen, für Elsässers Magazin).

Das war die erste von vielen Begebenheiten, bei denen mir die sogenannte Neue Rechte und Querfront-Ideen auf dieser Mahnwache begegnen sollten. Denn meine Einwände blieben nicht ohne Gegenrede: Eine Frau sprach sich lautstark gegen meine Distanzierung von rechts aus mit dem Einwand, „rechts und links sei doch völlig egal, wir haben doch alle das gleiche Ziel und sollten gemeinsam kämpfen“ und ich würde mit meiner „Spalterei“ doch nur „Denen da oben“ einen Gefallen tun. Ziemlich genau die Hälfte der ca. 120 Teilnehmer*innen klatschte Beifall. Als das Mikro wieder bei mir ankam und ich darauf hinwies, dass die Ziele der Rechten eben nicht unsere Ziele seien sondern ganz andere, gegensätzliche gar, dass es nicht nur um den Kampf sondern auch um das Danach geht und wie wir das gestalten sollten, dass diese Querfront-Strategie den Rechten in die Hände spielt und in die Diktatur führt, bekam ich nur verhaltenen Beifall, zudem von komplett unterschiedlichen Leuten. Man konnte gut erkennen, dass die Mahnwache ziemlich gespalten war was ihre Position zu den Rechten betraf. Dabei hatte man sich am Anfang der Veranstaltung darauf geeinigt, weiter zusammen zu bleiben.

Im weiteren Verlauf der Mahnwache habe ich versucht, an dem offenen Mikro Kapitalismuskritik und freiheitliche Ansätze sowie ein Konzept für Widerstand von unten vorzustellen, in den drei Minuten die einem für einen Redebeitrag zustehen. Doch am Ende blieb das Gefühl, ein Großteil der Teilnehmer*innen bleibt an simplen Erklärungsmustern behaftet. Hier wird ein nicht näher spezifiziertes „Volk“ einer kleinen Gruppe mächtiger Akteure gegenüber gestellt, die „unser Land“ wahrscheinlich aus purer Bosheit oder persönlicher Gier kontrollieren. Mit „unserem Land“ ist dann wohl Deutschland gemeint, mit dem Volk die Deutschen. Mein Einwand, dass es vor allem so ein Nationalismus ist, der zu Krieg führt und bisher immer dazu geführt hat und dass es in der Ukraine vor allem rechtsextreme Nationalisten waren, derer man sich dort bedient hat um das Säbelrasseln beginnen zu können, stieß größtenteils auf Unverständnis.

Mein letzter Einwand bezog sich auf die personalisierte Kritik an Merkel. Ich bin wahrlich kein Freund von Angela Merkel und ein Gegner ihrer Politik. Jedoch mache ich mir keine Illusionen, jemand anderes würde es anders machen, die Geschichte zeigt doch dass von Adenauer über Kohl und Schröder bis Merkel nie das dominante Paradigma aufgegriffen und angegangen wurde. Ich schloss mit der Bemerkung, dass wir keine besseren Herren brauchen sondern gar keine. Dies sollte vor allem auch als Spitze gegen etwaige autoritäre Kommunisten unter den MLPDlern fungieren. Ich mache mir jedoch keine Illusionen, unter den Teilnehmern sowohl der kommunistischen als auch der verschwörungsideologischen Fraktion anarchistisches Gedankengut platzieren zu können, jedenfalls nicht der gebotenen Kürze.

Freiwirtschaft vs. Zinskritik

Nun bin ich ja bei weitem nicht der einzige, der auf diese Veranstaltungen eindrischt. Auf der Mahnwache, auf der ich war war wohl auch Martin Niewendick, der für den Blog „Ruhrbarone“ schreibt, ein von den Antideutschen stark beeinflusster Blog mit hohen Besucherzahlen aus dem ganzen Bundesgebiet. Der Artikel ist hier zu finden: (Update) Dortmunder Nazis freuen sich über Anonymous-Demo. Auch andere linke Blogger und Medien, deren Beiträge ich – anders als bei den Ruhrbaronen – schätze, rücken die Teilnehmer*innen aufgrund der Zinskritik allein schon in die rechte Ecke, wie hier in der „akduell“: Neue Montagsdemos: Linke Spinnerei oder rechtes Manöver?. Dazu hier von mir ein paar Zeilen, warum dies nicht immer fair ist, wie zum Beispiel dieser Artikel hier: Warum ich die Mährholz/Jebsen/Elsässer-Kloake so verachte.

Die Kritik an der Zinskritik kommt in den oben genannten Artikeln auf zwei Arten daher: Entweder nach kurzer und schlechter Recherche als „Nazi-Ideologie“ oder aus der marxistischen Ecke als „verkürzte Kapitalismuskritik“ und „struktureller Antisemitismus“. Das traurige daran ist, dass die Zinskritik der Verschwörungsideologen oft genau das auch beabsichtigt: Eine ausführliche Kapitalismuskritik scheint zu komplex und bei vielen Äußerungen scheint ein subtiler Antisemitismus mitzuschwingen. Sie wiederholen gebetsmühlenartig die plumpe Kritik am Zins und Zinseszins, oft mit dem Zusatz, es sei der einzige Fehler des Systems und nur den müsse man beheben. Andere benutzen ihr Halbwissen darüber auch für plumpe Bankenkritik, siehe die Kritk an der FED oder der Ruf nach einem „Zinsverbot“.

Die Freiwirtschaft, die auf den deutsch-argentinischen Kaufmann Silvio Gesell zurückgeht, hat nichts mit alledem zu tun. Silvio Gesell war zeitlebens staatsfern eingestellt und beteiligte sich auf Einladung der wichtigen deutschen Anarchisten Erich Mühsam und Gustav Landauer an der Münchener Räterepublik. Er findet als Wirtschaftsminister dieser Räterepublik und als Wirtschaftstheoretiker eine würdigende Erwähnung in Horst Stowassers Buch „Anarchie“. Vergleiche: Host Stowasser – Freiheit Pur.

Zwar stimmt es, dass die Nationalsozialisten diese Theorie vereinfachen und für propagandistische Zwecke nutzen wollten, aber das hatten sie ja auch mit dem Sozialismus vor. Letztlich aber verwarfen sie die Freiwirtschaft als eine viel zu linke sozialistische Utopie und fuhren einen knallharten Kapitalismus zum Zwecke der Rüstungsproduktion. Da dieses Geschichtswissen ganz einfach online verfügbar ist, darf man davon ausgehen dass die Akteure hier bewusste Desinformation betreiben.

Die Freiwirtschaft nämlich ist weder eine verkürzte Kapitalismuskritik, sondern lediglich eine Erweiterung derselben, noch ist sie in ihrer vollständigen Form strukturell antisemitisch. Ein Grundsatz der nicht-rechten Befürworter dieser Theorie ist „Lösungen statt Schuldige“, denn im Gegensatz zu dieser Anonymous/Jebsen/Elsässer/Märholz/Reichsbürger-Melange weiß man, wohin es führt wenn man Gruppen von Menschen für einen Missstand verantwortlich macht und versucht Schuldige auszumachen. Bei lösungsorientiert denkenden Menschen geht es nicht um irgendwelche Rothschilds, nicht um die FED und auch nicht um die Deutsche Bank, auch nicht um jüdischen Einfluss und auch nicht um verkürzte Bankenkritik.

Silvio Gesell schlägt vor, das moderne Schuldgeld lokal zu ersetzen durch ein umlaufgesichertes Schwundgeld, welches er Freigeld nennt. Statt eines positiven Zinssatzes bekommt Geld einen negativen Zins und soll somit seine Funktion als Tauschmittel zurückerhalten, die es aufgrund der modernen Funktion als Wertaufbewahrungsmittel zusehends verliert. Zu den verschiedenen Funktionen des Geldes in der Geschichte vergleicht auch „David Graeber – Schulden. Die ersten 5000 Jahre“.

Zusätzlich zu dem von Gesell vorgeschlagenen umlaufgesicherten Freigeld bedarf es seiner Meinung nach auch eine Bodenreform, das Freiland. Zu Ende gedacht ist es eine anarchistische Eigentumskritik und Entwurf einer anarchistischen kommunitaristischen Utopie. Die vielen davon inspirierten Regiogeld-Projekte versuchen, im positiven Sinne Alternativen von unten aufzubauen und dem Kapitalismus eine funktionierende Alternative bereits im Hier und Jetzt entgegenzusetzen. Bei marxistisch geprägten Theoretikern bwz. und marxistischen Ideologen stoßen diese Konzepte seit jeher auf Unverständnis, schon bevor es die Nazis gab. Die Theorie passt nicht in die deterministische Weltsicht einer auf dem hart arbeitenden Industriearbeiter fixierten Planwirtschaft, in welcher der Arbeiter lediglich die Kontrolle über die Produktionsmittel erkämpfen muss. Auch bei den mittlerweile neoliberal geprägten Antideutschen kommt nicht nur der Vorwurf des strukturellen Antisemitismus sondern auch der Vorwurf „das moderne Finanzwesen nicht zu verstehen“ und „keine Ahnung von Wirtschaft“ zu haben, womit sie sich im Duktus nahtlos an FDP und AfD anschließen, indem sie alles was der herrschenden Wirtschaftsordnung diametral entgegensteht nicht als Kritik sondern als „Unvernunft“ und „Unwissen“ diffamieren.

Damit will ich nicht sagen, die Ideen der Freiwirtschaft allein wären ausreichend, eine Gesellschaft ohne Krieg, Herrschaft und Kapitalismus zu entwerfen. Gerade was die politische Ebene angeht mangelt es der Theorie an Substanz, dies war aber auch nie der Anspruch. Auch wird die Theorie in heutigen Zeiten oft von neoliberal geprägten Theoretikern und Anarcho-Kapitalisten uminterpretiert, in eine Perversion ihrer selbst, zu einem Konstrukt, wie der Kapitalismus angeblich doch noch funktionieren könne. Die Utopie aller freiheitlichen Theorien sollte meiner Meinung nach jedoch eine Welt ohne Geld sein.

Liebe Facebook-nutzende Aktivistinnen und Aktivisten!

Viele von uRaised Fist Facebookns nutzen die sozialen Medien, um Berichte über Demos und Aktionen zu verbreiten oder zu denen aufzurufen, um wichtige Artikel und Informationen zu verbreiten, sich dort zu informieren oder sich dort politisch kulturkreativ zu beschäftigen.

Dies alles wird jedoch seit dem Börsengang von Facebook, der Einführung eines Bezahl-Modells für Reichweite und der damit verbundenen Anpassung des sogenannten Edge-Rank Algorithmus sowohl für Profile als auch für Seiten deutlich schwieriger. Im Folgenden daher ein paar Tipps und Tricks, wir ihr dies trotzdem nutzen könnt.

Vorab: in diesem Beitrag geht es vordergründig nicht um (berechtigte) Kritik an und Unbehagen bzw. Boykott von Facebook in Szenekreisen wegen der (berechtigten) Vorwürfe, eine Datenkrake zu sein, ein Spionage-Tool zu sein oder niemanden wirklich mobilisieren zu können. Denn trotz all dieser Punkte versuchen einige von uns weiterhin, Facebook als Mobilisierungs-Plattform zu nutzen, und der Erfolg einiger Seiten und der dahinter stehenden Projekte zeigt, dass es nach wie vor möglich ist und auch sinnvoll.

Vor allem für Seiten-Admins sind die von Facebook angezeigten Zahlen und Statistiken manchmal deprimierend, jedenfalls bei Seiten, deren Beiträge nicht durch das Zahlen vieler Euros hervorgehoben werden. Oft hat man dann bei einer exemplarischen Seite mit 1000 „Gefällt mir“-Angaben nur eine Reichweite von 50 Menschen, die den Beitrag in ihren Newsfeeds angezeigt bekommen haben und davon haben nur 10 wirklich draufgeklickt. Der Grund dafür ist der oben angesprochene Edge-Rank Algorithmus, der entscheidet, welchen und wie vielen Nutzer*innen der Beitrag angezeigt wird basierend auf den drei Faktoren Beziehung, Gewicht und verstrichene Zeit.  Der letzte Faktor ist nicht zu beeinflussen, daher konzentiere ich mich auf die beiden erstgenannten. Mit Gewicht meint Facebook die verschiedenen Typen von Beiträgen wie ein geteilter Artikel, ein Statusupdate oder ein Bild. Mit Beziehung meint Facebook die Häufigkeit der Interaktionen der Nutzer*innen deiner Seite gegenüber. Es hat sich herausgestellt, dass dies der wohl wichtigste Punkt ist für den Erfolg eines Beitrags. Daher widme ich dem nun einen ganzen Absatz.

1. Die drei wichtigsten Bedingungen: Interaktion, Interaktion & Interaktion

Einen erfolgreichen Beitrag zeichnet aus, dass eine möglichst hohe Beitragsreichweite erzielt, zum Beispiel dass er bei unser  exemplarischen Seite mit 1000 „Gefällt mir“-Angaben 500 individuelle Nutzer*innen angezeigt wird. Für diese Reichweite gibt es ein scheinbar einfaches Rezept: Je mehr Interaktionen wie „Gefällt mir“-Angaben, Kommentare und Teilen, desto höher die Reichweite des Beitrags. Doch wie bekommt man Interaktionen, wenn der Beitrag niemandem angezeigt wird, der oder die damit interagieren könnte? Bei einer Reichweite von nur 50 Nutzer*innen oder weniger wird sich oft keine Interaktion ergeben. Der Beitrag wird dann in der Flut anderer Beiträge wie Zeitungsartikeln, Katzenbildern und gesponserten Beiträgen in den Newsfeeds der Nutzer untergehen und nicht lange angezeigt.

Eine Strategie hierfür ist das Anstoßen eines Beitrags. Das kann wie folgt geschehen: Direkt nach dem Veröffentlichen des Beitrags stellt man die agierende Person von der Seite auf den persönlichen Nutzer um und klickt auf „Gefällt mir“. Somit hat er schonmal ein sofortiges „Gefällt mir“ und die Chance, allen Freund*innen und Abonnent*innen wie folgt angezeigt zu werden: „Revotweets gefällt ein Beitrag von Umsonstladen Dortmund [Bild und Link]“ was zu weiteren interessenten und Interaktionen führen kann. Ein einziges „Gefällt mir“ reicht jedoch nicht aus. Ein weiterer Trick ist daher, die agierende Person auf andere von einem selbst administrierte Seiten zu wechseln, die veröffentlichende Seite aufzurufen und den Beitrag als Seite mit „Gefällt mir“ zu markieren. Im Anschluss kann man sich ausloggen und sich mit gegebenenfalls vorhandenen Zweit-Accounts einloggen und den Beitrag von diesem Account aus mit „Gefällt mir“ markieren. Es ist zudem ratsam, die eigenen Mitstreiter*innen für die Thematik zu sensibilisieren und Bescheid zu geben, auch Beiträge mit „Gefällt mir“ zu markieren oder zu teilen.

Auch reichen „Gefällt mir“-Angaben alleine nicht aus. An dieser Stelle bietet es sich an, den Beitrag vom Zweit-Profil aus mit einem kurzen neutralen Kommentar zu versehen wie „interessant“ bei einem Artikel oder „Bin dabei“ bei einer Veranstaltung. Es empfielt sich ihn dann auch direkt  auf der Chronik zu teilen. Ein einfaches „Geteilt!“ als Kommentar tut es in dem Fall auch. Wieder aus- und eingeloggt und zurück auf der veröffentlichenden Seite, stellt man fest dass der Beitrag unter umständen nun als gelb hinterlegt und mit einem Stern angezeigt wird, da er trotz (noch) geringer Reichweite bereits relativ viele „Gefällt mir“-Angaben bekommen hat. Das bedeutet der Beitrag hat jetzt Potential. Bei einem guten Beitrag und mit etwas Glück kann der Beitrag nun ein Selbstläufer werden: Andere Nutzer*innen sehen entweder den Beitrag oder die Interaktion im Newsfeed und interagieren selbst, was wieder zu mehr Reichweite das wieder zu mehr Interaktionen führt: ein sich selbst verstärkender Prozess! Besonders viele Interaktionen und damit verbundene Reichweite stellen sich ein, wenn der Beitrag eine ganz leicht provokant formulierte Frage oder Aufforderung beinhaltet, welche die Nutzer*innen dazu verleitet, zu kommentieren. Es sollte natürlich nicht zu populistisch oder polemisch sein und auch nicht zu provokant, um ausufernden Diskussionen und Beleidigungen vorzubeugen.

2. Das Auge klickt mit – Das Beitrags-Design

Wie erwähnt zählt auch das sogenannte Gewicht des Beitrags. Falls wer sich gewundert hat, warum man nur Katzenbilder oder Bilder mit dummen Sprüchen sieht, interessante Hintergrund-Informationen zum Weltgeschehen aber nicht, liegt das genau daran: Bilder werden von Facebook bevorzugt behandelt. Jedoch nicht nur von Facebook, sondern auch von seinen Nutzer*innen: Ein Beitrag ohne Bild hat von Anfang an schlechtere Chancen als einer mit Bild, je ansprechender und interessanter das Bild, desto eher wird auch auf den Link geklickt, sollte einer dabei sein, oder auf die Bildbeschreibung. Jetzt passen unsere Inhalte – nehme ich mal an – oft nicht in den Rahmen einen Facebook-Bildchens. Je nachdem welche Social-Media-Strategie ihr fahrt, bieten sich hier dennoch verschiedene Möglichkeiten Beiträge mit viel Gewicht zu erzeugen:

2.1.: Der Bild-Link: Eine der besten Möglichkeiten meiner Meinung nach ist, einen Link mit einem eigenen Bild zu versehen. Dazu geht man wie folgt vor: Man kopiert zuerst die URL in das Statusfeld. Wichtig: Es muss ein Link zu einer Seite sein, auf der es irgendein von Facebook ladbareres Bild gibt! Facebook lädt dann die Vorschau des Links und sucht sich ein oder mehrere Bilder als Thumbnail bzw. großes Bild heraus. In kleinen blauen Buchstaben steht dort aber auch: Bild hochladen. Hier könnt ihr ein vorher heruntergeladenes passendes Bild zu dem Beitrag hochladen. Im letzten Schritt fügt ihr so ca. 5 Zeilen Text über der URL ein, der als Teaser fungiert. Der Text sollte Interesse wecken, aber nicht zu viel verraten. Er sollte das Thema des Beitrags nennen, aber nicht die Schlussfolgerung. Bei mehr als einem kleinen Absatz kappt Facebook den Rest und die Nutzer*innen müssen erst auf „Mehr anzeigen“ klicken, was sicher nicht alle tun werden. Die Vorteile dieser Methode: Das Bild wird erstens in diesem Fall immer groß dargestellt und nicht bloß als Thumbnail und zweitens führt ein Klick auf das Bild direkt zu der externen URL.

2.2. Das Deko-Bild: Eine weitere gute Möglichkeit für einen Beitrag, der vielen Nutzer*innen gefallen könnte ist das Aufhübschen eines Status-example1Beitrags zum Beispiel durch ein Archiv-Foto das wiederverwendbar ist, also sich nicht auf ein aktuelles Ereignis bezog, keine Datumsangabe oder sonstige Referenz enthält und auch nicht zu sehr von dem Text darüber ablenkt, dennoch optisch ansprechend wirkt. Wichtig ist jedoch beim Teilen auf eigenen Profilen darauf zu achten, den dazugehörigen Text mitzukopieren und beim Teilen nochmals einzufügen, da Facebook sonst den dazugehörigen Text nur schwach gräulich und verkürzt unterhalb des geteilten Bildes anzeigt.

2.3. Der Statusbeitrag: Es geht auch ohne Bilder. Es ist aufgefallen, dass Facebook auch einfachen Statusbeitragen hohes Gewicht (im Sinne seines Algorithmus‘) beimisst. Wenn man weder ein ansprechendes Archiv-Bild noch ein passenden Bild-Link wie oeben erstellen kann, kann es oft von Vorteil sein einen kurzen ca. fünfzeiligen Statusbeitrag zu verfassen und ihn ohne jeden Schmuck zu posten. Ein Link kann darin auch untergebracht werden indem man die Vorschau einfach entfernt. Dieser Beitrag muss selbst nicht weiter geteilt werden, aber es sollte versucht werden möglichst viele Kommentare und „Gefällt mir“-Angaben zu bekommen, so kann der Beitrag vielen Nutzer*innen angezeigt werden, vor allem auch denen deiner Seite nicht folgen. (Beispiel im Newsfeed „Revotweets hat einen Statusbeitrag von Umsonstladen Dortmund kommentiert„). Beim Teilen des Beitrags wird er nur schwach gräulich angezeigt und abgekürzt, viele sparen sich weitere Klicks um den gesamten Beitrag sehen zu können.

Ein weiterer Vorteil der drei oben beschriebenen Formen ist, dass er als Nebenprodukt die Zahl der Nutzer*innen erhöht, die die Seite mit „Gefällt mir“ markiert haben und so die Neuigkeiten angezeigt bekommen.

2.4. Teilen teilen teilen: Wer Zugriff auf viele Facebook-Seiten oder Profile hat, kann auch eine ganz andere Strategie fahren. Wenn es nicht um den Facebook-Beitrag im speziellen und auch nicht um die Seite geht, sondern nur um den Inhalt eines externen Links, kann sich auch empfehlen, den Inhalts-Link mit einer kurzen Beschreibung auf einer Facebook-Seite zu posten, diese Beschreibung dann zu kopieren und sie genauso über alle zur Verfügung stehenden Seiten und Profile zu teilen, sodass er quasi omnipräsent wird für die Menschen in dem Netzwerk. Die Beiträge werden kaum Interaktion generieren, aber das ist in dem Fall auch nicht nötig, da der Algorithmus ja schon über das massenhafte teilen überlistet wurde. Wenn man dabei trotzdem eine Seite pushen will, kann man in den Beiträgen auf diese Hinweisen und sie wie folgt verlinken: ein „@“ tippen und die Anfangsbuchstaben der Seite eingeben, bis Facebook darunter automatisch die gewünschte Seite anzeigt und „Enter“ drücken.

Alle anderen hier nicht erwähnten Arten des Facebook-Beitrags werden (leider) vom Facebook-Algorithmas als nachrangig eingestuft und so behandelt.

3. Die Social-Media-Strategie

Falls du die Öffentlichkeitsarbeit für ein Projekt oder eine Initiative machst oder einen Blog betreibst, ist es auch wichtig die Strategien und Möglichkeiten zu kennen, wie man die sozialen Medien im Allgemeinen benutzen kann. Anhand gesammelter Erfahrungswerte stelle ich hier eine empfehlenswerte und von dem meisten auch bereits verwendete Strategie vor: Alle relevanten Informationen sammelt und veröffentlicht man auf der eigenen Webseite. So eine Webseite lässt sich sehr schnell, bequem und kostenlos via diverser Blog-Anbieter einrichten, zum Beispiel wie diese Seite via WordPress. Von dort verteilt man die Informationen in Link-Form in die sozialen Netzwerke.

Obwohl praktisch, empfiehlt es sich nicht, Facebook und Twitter zu verknüpfen. Auf Twitter automatisch veröffentlichte Facebook-Links werden in der Regel nicht angeklickt und vom Twitter-Publikum sogar oft boykottiert. Das endet oft im Entfolgen des Twitter-Accounts. Andersherum teilt Facebook Inhalten von externen Netzwerken einen extrem geringen Edge-Rank zu, die Beiträge werden nur einem kleinen Publikum angezeigt und bieten des Weiteren nicht die voll Funktionalität was die Bandbreite der Interaktionsmöglichkeiten angeht. Daher lieber die Mühe machen und auf die jeweiligen Netzwerke maßgeschneiderte Beiträge verfassen und veröffentlichen.

Da Facebook relativ unübersichtlich ist was Kommunikation angeht, empfiehlt es sich die sozialen Medien mono-direktional zu benutzen, also letztlich nur als Sprachrohr der Initiative. Aus diesem Grund deaktivieren einige auf den meisten Facebook-Seiten die Möglichkeit der Seite eine Nachricht zu schreiben. Gerade bei Seiten mit mehreren Admins gehen die entweder unter, werden doppelt oder gar nicht beantwortet etc. Auch Beiträge fremder Leute haben auf der Seite nichts verloren, hier wird ein Projekt oder eine Initiative beschrieben, da sollte man sich nicht instrumentalisieren lassen. Zudem bietet es Angriffsfläche für zum Beispiel rechte Nutzer oder irgendwelche Spinner. Stattdessen sollte man möglichst präsent und häufig die Kontakt-Email-Adresse erwähnen und diese dann natürlich gut betreuen. Wenn man inhaltliche Kommentare und Diskussionen wünscht, kann man die Menschen immer noch auf die Kommentarfelder der WordPress-Artikel verweisen oder unter den jeweiligen Facebook-Beiträgen. Jedoch sollten die meisten Statements intern abgesprochen von der Hauptseite ausgehen. Dies hat den Vorteil dass man zum Einen genau weiß, wie viele Menschen den Artikel gelesen haben und wie lange er letztlich Verbreitung fand, man kann ihn zweitens jederzeit anpassen, aktualisieren, erweitern, sperren, löschen und drittens einen klar erkennbaren konsistenten Verlauf und Informationsstrom anbieten, so dass Nutzer*innen sich irgendwann von selbst direkt auf der Seite informieren (RSS und Email-Benachrichtigungen sollten möglich sein) und Menschen, die aus Prinzip keine sozialen Medien nutzen das volle Angebot mitbekommen. Dies schließt dann jedoch Platfform-gebundene Methoden wie die Facebook-Veranstaltung so gut wie aus, diese Möglichkeiten bieten sich nur an wenn man als Haupt-Schnittstelle die Facebook-Seite benutzt. Der Sinn hinter dieser Strategie ist, die Menschen aus den sozialen Netzwerken abzuholen, auf die eigene Seite zu leiten, dort zu informieren und zu mobilisieren um dann auf Veranstaltungen in persona mit Ihnen interagieren zu können. Dafür bietet es sich an, jede Plattform ihrem Sinn und Zweck und Möglichkeiten nach zu nutzen, z.B. WordPress als zentrale Quelle, Facebook und Twitter als Verbreitungskanäle und Email als Kontaktmedium und Kommunikationsmittel.

4. Was ist das # jetzt? Hashtags auf Facebook!

Den nachfolgenden Text habe ich bereits am 14. Juni 2013 verfasst, da er aber thematisch passt und relevante Informationen enthält, die biser noch nicht abgedeckt wurden füge ich ihn noch einmal an:
Sogenannte Hashtags sind nichts anderes als Schlagworte. Eine Schlagwort-Suche liefert alle als „öffentlich“ markierten Ergebnisse zu genau diesem Schlagwort, welches in dem Beitrag mit dem Raute-Symbol „#“ markiert wurde. Die Schlagwortsuche erzeugt eine viel höhere Relevanz als der eigene Newsfeed, der nach den neuen Facebook-Regeln selten alle wichtigen Beiträge anzeigt, dafür aber viel uninteressantes, egal wie gut man sich vernetzt hat.
Es bringt natürlich wenig, Hashtags zu benutzen, wenn man nur wenige Freunde hat und nicht „öffentlich“ veröffentlicht. Achtung, wenn ihr öffentlich postet kann JEDE*R der nach dem Hashtag sucht, euren Beitrag finden, er muss nicht einmal befreunet sein (wenn es sich um eien Chronik handelt) oder gar selbst bei Facebook sein (wenn es sich um eine Seite handelt). Schaut also vorher, welche eurer Beiträge ruhig öffentlich sein können und verwendet dann für andere möglicherweise relevante Schlagworte. Um herauszufinden, welche das sein könnten gibt es mehrere Tipps:

– Wenn man über ein Ereignis in einer Stadt berichtet, sollte unbedingt der Name der Stadt als Hashtag in dem Beitrag stehen, geht es um eine Region, auch diese. Beispiel: #Mietenwahnsinn nicht nur in #Dortmund und #Bochum sondern in ganz #NRW

– Es empfiehlt sich im eigenen Newsfeed umzusehen um herauszufinden welche Hashtags gerade häufig und von vielen Nutzern benutzt werden. Es hilft nicht, einfach jedes für einen wichtig erscheinende Wort als Schlagwort zu markieren, wenn das niemand anderes tut. Die Schlagworte sollten bereits Verwendung finden. Das könnten sein: gesellschaftliche Reizthemen wie #HartzIV oder aktuelle Geschehnisse wie das #Hochwasser

– Natürlich kann man auch Hashtags neu einführen, wenn man selbst eine hohe Reichweite hat und weiß, dass andere diesen Hashtag aufgreifen werden. In dem Beispiel oben wäre das der Hashtag #Mietenwahnsinn, der auf Facebook weit weniger häufig benutzt wurde als auf #Twitter. Neue Hashtags lassen sich vor allem gut etablieren, wenn eine ganze Bewegung einen eigenen Hashtag kreiert und alle ihre Meldungen damit versieht, bestes aktuelles Beispiel ist #occupygezi für die Proteste in der #Türkei.

HashtagWenn man oft themenbezogen veröffentlicht und eine eigene Seite dazu hat, empfiehlt es sich den Hashtag zum eigenen Thema allen Beiträgen hinten anzuhängen, zum Beispiel empfiehlt es sich bei meinen ganzen Solidarökonomie-Seiten den Hashtag #Solidarökonomie immer anzufügen

– Hashtags haben aber auch noch einen weiteren wichtigen Zusatznutzen, nämlich den der besseren Vernetzung. Wenn man Hashtags zu einem persönlich sehr wichtigen Thema folgt kann man sich per „Gefällt mir“-Angaben, Interessenlisten und Freundschaftsanfragen ein eigenes themenspezifisches Netzwerk auf Facebook aufbauen.

– Auch die eigene Reichweite und das eigene Freundes-Netzwerk lässt sich so ausbauen, wenn man konstant gute aktuelle Beiträge zu einem für andere relevanten Thema postet, wird man über kurz oder lang auch in dem Bereich eine höhere Reichweite und Vernetzungserfolge erreichen. Wenn ich zum Beispiel aus unserem Bündnis immer aktuelle Meldungen zu #Zwangsräumung in #NRW verbreite, bekomme ich vor allem neue Freunde/“Gefällt mir“s von Leuten, die sich genau dafür interessieren.

– Zu guter Letzt kann man Hashtags auch nutzen, um Themen miteinander zu verbinden, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: Beispiel: „Statt in neue #Drohnen hätte man Geld in neue Dämme stecken können. #Hochwasser“

So verbindet man relevante Themen und verbreitert Debatten, zudem verbindet man die Interessenten an den jeweiligen Themen über deren Schlagwortsuche. Man kann dies auch einsetzen, um auf Akteure hinzuweisen und diese öffentlich anzugehen, Beispiel: „#Hochwasser Für die Flutopfer ist keine Kohle da, aber für die #DeutscheBank immer, oder wie muss ich das verstehen #CDU #CSU #FDP?“

 

-> Falls ihr Ergänzungen, Anmerkungen oder weiterführende Fragen habt schreibt mir diese als Kommentar oder auf einem anderem Weg: Kontakt

17.09.2013: Da ist es wieder! Das Wort „Demokratie“. Nicht nur die widerlichen Visagen der überbezahlten Herrscher, der Berufspolitiker*innen, grinsen einem dämlich entgegen; nein, überall hängen großformatige Plakate mit so informativen Inhalten wie „Geh Wählen!“ und „Gib deine Stimme ab!“. Dass kein „verdammt nochmal!“ dahinter steht ist alles! Überall wollen sie einen ködern, auf Facebook, auf Twitter, im Radio, in Magazinen. Plötzlich reden alle über die Wahl, über Parteien, über die Politiker und benutzen dabei die Worte „Politik“ und „Demokratie“. Aber wird denn wirklich über Politik geredet? Nein. Wozu auch, jeder weiß dass das nichts bringt, Politik wird in den Banken und Konzernen gemacht und vom Bundestag beschlossen. Und dennoch wird uns weis gemacht, das Wichtigste sei, zur Wahl zu gehen, das sei wichtig um Einfluss zunehmen. Das Hetzblatt DER SPIEGEL titelte gestern „Wie Nichtwähler die Demokratie verspielen“.

Das bedeutet, dass Demokratie ein Zeitpunkt ist, der alle vier Jahre wiederkommt, und ca. 10 Minuten dauert. Die Wahl mit Demokratie gleichzusetzen ist nicht nur dumm und falsch, sondern schon fast kriminell. Das eine hat mit dem anderen tatsächlich wenig zu tun. Auch ohne mich in theoretische Debatten zu verlieren (was ich im weiteren Verlauf sicher tun werde) dazu eins: Es gibt Gesellschaften mit Wahlen, aber ohne Demokratie, und Gesellschaften mit Demokratie, aber ohne Wahlen.

Wie man jedoch diesen „Wahlkampf“ mit bloßen Visagen und Namen auf Plakaten noch demokratisch nennen kann, entzieht sich meinem Verständnis. Es scheint, wir gehörten zur ersten o. g. Kategorie. Dass unsere sogenannte Demokratie so etwas nötig hat, zeigt auf wie es derzeit um sie steht. Wenn etwas gut ist, muss man nicht so viel Werbung dafür machen.

Ich bin Anarchist. Das bedeutet, dass ich jegliche Form von Herrschaft ablehne, ich versuche die Herrschaftsstrukturen zu erkennen, offen zu legen und zu überwinden. In dem Umfeld in dem ich mich bewege, begegnet man daher ebenso häufig den Aufrufen, bloß nicht wählen zu gehen, weil das eben nicht wirklich demokratisch sei. Da haben sie natürlich Recht. Genauso wie die vielen Menschen, die sich abgehängt fühlen, die sagen „warum sollte ich wählen gehen, es ändert sich doch eh nichts!“ Womit sie natürlich auch Recht haben, natürlich ändert sich nichts! Das politische System ist eben durch diese Wahlen so ausgelegt, dass sich nie großartig etwas ändern kann. Wer wiedergewählt werden will, traut sich eben nicht zu radikale oder zu umfassende Reformen anzupacken. Und wiedergewählt werden ist letztlich für den Berufspolitiker das einzig Interessante.

Ich wähle nur ungern. Letztlich legitimiere ich damit den Parlamentarismus und die Herrschaft der Politiker über mich, ich gebe meine Stimme ab, an Menschen, die mich repräsentieren sollen, obwohl mich niemand repräsentiert und niemand mich repräsentieren kann und darf! Dies als Argument zu nehmen, nicht zur Wahl zu gehen, halte ich dennoch für verkehrt! Denn: Die Erfahrungen zeigen: Es ist den Parteien ziemlich egal, wie viele Menschen zur Wahl gehen. Warum sollte es ihnen auch etwas bedeuten, es hat für sie keine Konsequenzen. Es interessiert ja nicht einmal der Wählerwille, da nach der Wahl nach Lust und Laune Koalitionen gebildet werden können, die oftmals im krassen Gegensatz zum Wählerwillen stehen können. In Spanien sind bei den letzten ich glaube es waren Kommunalwahlen in Folge solcher Boykott-Aufrufe nur 19% der Wahlberechtigten zur Wahl gegangen, die Jugend ist komplett ferngeblieben. Das hat aber niemanden in der herrschenden Klasse gestört. Warum auch? Irgendein Politikwissenschaftler wird kurz etwas über eine „Legitimationskrise“ der Demokratie schreiben, aber das liest dann eh niemand.

In (hierzulande) so kleinen Bewegungen wie der anarchistischen Bewegung und der Occupy-Bewegung so kurz vor der Wahl Boykott-Aufrufe zu streuen, sich über Wähler lustig zu machen und selbst nicht wählen zu gehen hat dann jedoch letztlich nur einen einzigen Effekt: Die paar tausend Leute die wir sind fallen dann gar nicht ins Gewicht, wo sie doch letztlich die sind, die sich am meisten, oft tagtäglich, mit Politik befassen. Wenn auch oft nur in theoretischer Hinsicht.

Was aber kann es denn bringen, wählen zu gehen?

Ich muss sicher niemandem der den Weg zu diesem Text gefunden hat erklären, dass mit den „großen“ sogenannten „Volksparteien“ CDU/CSU, SPD, B90/GRÜNE und FDP keine Chance auf einen grundlegenden Wandel zu einer besseren und gerechteren Welt hin möglich ist. Jede dieser vorgeblich „demokratischen“ Parteien hat sich dem einen oder anderen Aspekt des Kapitalismus verschrieben. Und so lange der Kapitalismus existiert, wird es keine Gerechtigkeit auf der Welt geben können. Auch am politischen System wollen die angesprochenen Parteien nichts ändern. So lange der Parlamentarismus als einzige Herrschaftsform implementiert ist, wird es keine echte Demokratie geben; Demokratie so wie ich sie verstehe, Demokratie wie sie mal gedacht war (basisdemokratisch, direkt, partizipativ, hierarchiefrei, Autonomie-fördernd, regional statt national, gleich und gerecht etc. pp.).

Dennoch kann es Sinn machen, zur Wahl zu gehen und gültig zuwählen. Nicht weil es um irgendwelche Reförmchen in oder durch Parlamente geht, sondern darum, Anknüpfungspunkte zwischen den Parteien und den Bewegungen zu nutzen und die letzten Kontrollmechanismen nicht aufzugeben. So kann man die Parteien DIE LINKE und die PIRATEN mit einer Stimme unterstützen. Die Linkspartei deswegen, weil sie die letzte verbliebene echte Oppositionspartei im Bundestag und vielen Landtagen darstellt. Als solche hat sie die Möglichkeit, an wichtige Unterlagen und Informationen zu kommen, Ausschüsse einzuberufen um Skandale aufzudecken, kleine und große Anfragen zu stellen und so die Regierung dazu zu zwingen, Hintergründe offen zu legen und vieles mehr. Auch wenn man sich keinen bahnbrechenden Wandel von einer Linkspartei als stärkste Kraft erwartet, so sollte man zusehen, dass solange der Parlamentarismus noch nicht überwunden werden konnte, zumindest eine kontrollierende und informierende Kraft im Parlament vertreten ist.

Auch wenn eine Partei wohl nicht in das Parlament einzieht, kann es Sinn machen, diese zu wählen. Parteien, die keine Groß-Spenden von der Industrie oder den Banken erhalten, sind vor allem vom Gesetz zur Parteienfinanzierung abhängig, worin geregelt ist, dass Parteien ab einer bestimmten Größe abhängig von ihrem letzten Wahlergebnis finanziert werden. Das heißt jede Stimme bedeutet ein bisschen mehr Einkommen. Mit diesem Einkommen können gerade außerparlamentarische Parteien Bewegungen unterstützen, so denn sie Anknüpfungspunkte erkennen. Dass sie da an ihren eigenen Vorteil denken ist nur Recht und billig, der Vorteil dürfte aber derzeit auf Seiten der Bewegungen liegen. So kann man Räumlichkeiten für Versammlungen und Vorträge nutzen, auf deren Kosten Flyer kopieren und andere Teile von deren Infrastruktur nutzen, wie zum Beispiel die Piratenpads,Liquid Democracy und viele andere Webdienste, die auf der Partei-eigenen Infrastruktur betrieben werden, aber allen Menschen zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt kann man gemeinsam mit Parteien für breiter angelegte Themen mobilisieren und sie zu Demonstrationen einladen. Bundestagsabgeordnete zum Beispiel eignen sich gut als „Parlamentarische Beobachter“, da sie eine Immunität besitzen. Des Weiteren haben Parteien einen besseren Zugang zu Öffentlichkeit und Presse, sowie zu Anwält*innen und Expertenwissen. Zu guter Letzt kann man versuchen, direkt Geldmittel von Parteien für eigene Projekte abzuschöpfen.

Also kann ich auch als jemand, der gegen jegliche Form der Herrschaft, gegen Hierarchien und gegen jede Autorität ist, als jemand der auch das Konzept der Partei an sich ablehnt, zur Wahl gehen und eine Partei wählen, die mir im Hinblick auf o.g. Aspekte sinnvoll erscheint.

Auch wenn man seinen Protest zum Ausdruck bringen will, gibt es Möglichkeiten, dies an der Urne zu tun: Mir fallen da spontan die Satire-Partei DIE PARTEI, die NEIN-IDEE oder von mir aus die APPD ein! Man muss schauen, wie sich die Dinge hinsichtlich der aus Italien stammenden „5 Sterne Bewegung“  hierzulande entwickeln.

Zu guter Letzt: Ich bin der Meinung dass wir, die Bewegungen, die APO, gesamtgesellschaftlich nur etwas verändern können, wenn wir einen basisdemokratisch-aktivistischen Arm, einen militanten Arm und einen politischen Arm haben und diese sich untereinander solidarisieren. Wahrscheinlich werden wir über kurz oder lang eine Aktivisten-Partei benötigen und gründen müssen, nach dem Vorbild der Spanier (Partido X – Partido del Futuro, die „Partei der Zukunft“). Bis dahin sollten wir das System nicht nur von außen bekämpfen sondern auch von Innen unterwandern. Die Gefahren sollten wir natürlich nicht außer Acht lassen: Die Gefahr, dass eine Partei ein Selbstläufer wird, sich vom System korrumpieren lässt und die Bewegungen und damit die eigenen Ideale verrät (siehe Entstehungsgeschichte der Partei B90/Die Grünen). Daher sollte man nur die Kräfte unterstützen, die wirklich im Sinne eines Wandels agieren, und diejenigen abstrafen, die beginnen reine Machtpolitik zu betreiben.

Ich verweise an dieser Stelle auch noch auf den Artikel dazu von Victory Viktoria, die zu ähnlichen Schlussfolgerungen gekommen ist hinsichtlich der Rolle der APO im Wahlkampf. Leseempfehlung: http://victoryviktoria.wordpress.com/2013/07/08/parteien-im-wahlkampf-ich-in-der-apo-auserparlamentarische-opposition-piraten-linke-co/

Obamney 2012

Veröffentlicht: 29. September 2013 in Einfach so, Kommentar
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7.11.2012:
Meine Meinung zu dem US-Wahl-Terror:

OBAMNEY 2012 – And the Winner is: Goldman Sachs

Seit Wochen terrorisiert mich unsere gleichgeschaltete Systempresse mit der US-Wahl. Ein inhaltsleerer Schlagabtausch, der mir von morgens bis abends lediglich die Worte OBAMA, ROMNEY, OBAMA, ROMNEY um die Ohren haut – und das obwohl ich kein Fernsehen mehr schaue, kein Radio mehr höre und keine Zeitungen mehr l
ese! Ein Glück dass diese Inszenierung jetzt vorbei ist. Weil es mich so deprimiert und meinen Intellekt beleidigt, werde ich heute nicht aufhören, euch mit meiner unter Umständen radikalen Meinung vor den Kopf zu stoßen, ihr die ihr von den Massenmedien verblendet einem der beiden hinterherrennt:

– Vorab: Alle Wahlen machen mich traurig und wütend. Sie sind eine Bankrotterklärung des Volkes, Trick 17 mit Selbstverarschung. Statt eure Stimme jeden Tag zu benutzen, gebt ihr sie ab und verzichtet für vier Jahre auf jegliche Form der Einflussnahme, und wollt mir das ein „große demokratische Errungenschaft“ verkaufen. Die Elite präsentiert euch zwei (von eigentlich sechs) ihrer handverlesenen Kandidaten, zwischen denen ihr euch dann entscheiden müsst. Mit Demokratie hat das nichts zu tun!

– Warum interessiert das die Menschen auf der ganzen Welt, obwohl nur die Amis wählen dürfen? Ganz klar, weil es unser aller Leben betrifft, es geht hier um das ganz offiziell mächtigste Amt der Welt, den Mann mit dem Knopf zur Vernichtung des Planeten jederzeit in Griffweite. Die Tatsache, dass darüber nur wenige Millionen der betroffenen 7 Milliarden Menschen abstimmen dürfen ist an sich schon antidemokratisch und blanker Hohn! Mal ganz davon abgesehen, dass kein Mensch so viel Macht auf sich vereinen dürfen sollte. Kein Mensch sollte über andere Menschen herrschen dürfen, erst recht nicht einer über alle!

– Die Kampagnen: Abgesehen von dem suboptimalen US-Wahlsystem waren die Kampagnen dieses Jahr noch inhaltsleerer als sonst. Noch peinlicher daran war, dass sich beide Kandidaten kaum unterschieden! Die wichtigen und strittigen Fragen wurden von beiden erst gar nicht angesprochen! Aber viel schlimmer ist die durchsichtige Schützenhilfe der Medien (nicht nur in den USA), die es geschafft haben, mehrere hundert Mal am Tag die Namen der beiden „aussichtsreichsten“ Kandidaten zu nennen und die Namen aller anderen Kandidaten zu verschweigen – unter denen wirklich bewundernswerte, aufrechte und intelligente Menschen wie Jill Stein zu finden gewesen wären!

– Mal ganz davon abgesehen, dass bisher so gut wie jeder Präsident seine zweite Amtszeit bekam, sogar George W., hat bisher immer der Kandidat gewonnen, der vor der Wahl die meiste Kohle eingesammelt hat und die teuerste Kampagne geführt hat – schon allein das bedeutet, dass nur ein Multimillionär US-Präsident werden kann. Das Amt kann man nur kaufen! Und das Volk lässt sich bereitwillig kaufen, ohne dass das Geld tatsächlich bei Ihnen ankommt wohlgemerkt! Noch besser ist aber die Liste der Sponsoren. Beide Kandidaten wurden von genau den Strukturen mit Unsummen gesponsert, die für all das Leid und die „Krise“ verantwortlich sind, nämlich vom militärisch-industriellen Komplex und der Hochfinanz (von dem auch sonst, dort sitzt ja das Geld). Ein Schelm der dabei denken könnte, der zukünftige Präsident sei irgendwie verpflichtet, die Gesetzesgestaltung im Sinne dieser Akteure durchzuführen!

– Selbst wenn man all das außen vorlässt, mit den Argumenten, dass es schon immer so war und dass man doch eh nichts daran ändern kann, selbst wenn, dann muss man doch wenigstens schauen, ob Obama wirklich eine Wiederwahl verdient hätte! Unsere Medien haben dabei leider viel außer Acht gelassen, das was sie zwangsläufig berichten mussten wurde nicht auf Obama gemünzt oder von uns einfach kollektiv verdrängt!! Zum Einen das schlechte Handling der Subprime-Krise und das Abwälzen selbiger auf die Europäer. Zum anderen die ganzen gebrochenen Wahlversprechen, wie die Schließung von Guantanamo (didn’t happen), Rückzug aus den imperialistischen Kriegen (didn’t happen), Veränderung des Waffenrechts (guess what, didn’t happen!). Aber das allerschlimmste, das unverzeihlichste, die gröbste Vergewaltigung der amerikanischen Verfassung, das anstandsloseste Gesetz der letzten Dekade, weltweit: Die Unterzeichnung des NDAA an Silvester! Der NDAA, kurz für National Defense Authorization Act (zu deutsch sowas wie Nationales Verteidigungs-Ermächtigungsgesetz) erlaubt es dem US-Militär ganz legal und offiziell, jeden Menschen (!), also auch US-Bürger auf US-Boden, unter einem selbst gefällten Terrorismus-Verdacht festzunehmen und ohne Anklage und ohne Prozess, ohne ohne Verteidigungsmöglichkeit, geheim und unbegrenzt zu inhaftieren! Das bedeutet schlichtweg, dass die USA nicht mehr nur ein stinknormaler Polizeistaat westlicher Prägung ist, sondern de facto eine Militärdiktatur!

– Ehe ich es vergesse: Während Bush schon skandalöser Weise vier Drohneneinsätze pro Monat fliegen ließ, sind es seit Obamas Präsidentschaft vier pro Tag! Oabamas Predator-Kampfdrohnen fliegen fast täglich auf der ganzen Welt Kampfeinsätze zur gezielten Tötung von Menschen, die er als potentielle Bedrohung einschätzt. Die Drohnen des Typs Reaper („Sensenmann“) und Predator („Raubtier“) sind meist mit sündhaft teuren Raketen des Typs Hellfire („Höllenfeuer“) ausgestattet – statt gezielten Tötungen sind das tägliche Massaker bei denen zu 75% Zivilisten sterben – nicht selten auch Kinder. So ein Drohnenpilot kann oft nicht unterscheiden zwischen einer terroristischen Versammlung und der Beerdigungszeremonie der Opfer des Vortags. Das geschieht größtenteils in Pakistan, ein Land das offiziell nicht in den Krieg involviert ist, in welchem aber mehr Menschen durch den Krieg gegen den Terror umgekommen sind als in der gesamten westlichen Allianz inklusive der direkten Opfer von 9/11 – sage und schreibe über 15.000 Menschen bisher!

– Zu guter Letzt: Mir ist natürlich klar, dass es einer der beiden werden würde, ich bin ja auch nicht auf den Kopf gefallen! Mir ist auch klar, dass Romney sich auf der ganzen Welt blamiert hat mit seiner Sicht auf die globale Weltlage und Außenpolitik, die so aus der Schilderung des Kalten Krieges eines Hollywood-Streifens entnommen sein könnte (oder ist). Der Typ ist einfach ein Idiot! Da er ein konservativer amerikanischer Prägung ist, ist er von Partei aus schon ein Faschist! Obama hat dasselbe durch seine Politik bewiesen.

Wer immer nur zwischen zwei Übeln wählt, wählt immer das Übel!

Bleibt für mich zu guter Letzt nur eine Frage offen: Was ist denn das schlimmere übel, der dumme Faschist, oder der intelligente Faschist?