Facebook für Aktivist*innen – Tipps und Tricks

Veröffentlicht: 1. April 2014 in Einfach so
Schlagwörter:, , ,

Liebe Facebook-nutzende Aktivistinnen und Aktivisten!

Viele von uRaised Fist Facebookns nutzen die sozialen Medien, um Berichte über Demos und Aktionen zu verbreiten oder zu denen aufzurufen, um wichtige Artikel und Informationen zu verbreiten, sich dort zu informieren oder sich dort politisch kulturkreativ zu beschäftigen.

Dies alles wird jedoch seit dem Börsengang von Facebook, der Einführung eines Bezahl-Modells für Reichweite und der damit verbundenen Anpassung des sogenannten Edge-Rank Algorithmus sowohl für Profile als auch für Seiten deutlich schwieriger. Im Folgenden daher ein paar Tipps und Tricks, wir ihr dies trotzdem nutzen könnt.

Vorab: in diesem Beitrag geht es vordergründig nicht um (berechtigte) Kritik an und Unbehagen bzw. Boykott von Facebook in Szenekreisen wegen der (berechtigten) Vorwürfe, eine Datenkrake zu sein, ein Spionage-Tool zu sein oder niemanden wirklich mobilisieren zu können. Denn trotz all dieser Punkte versuchen einige von uns weiterhin, Facebook als Mobilisierungs-Plattform zu nutzen, und der Erfolg einiger Seiten und der dahinter stehenden Projekte zeigt, dass es nach wie vor möglich ist und auch sinnvoll.

Vor allem für Seiten-Admins sind die von Facebook angezeigten Zahlen und Statistiken manchmal deprimierend, jedenfalls bei Seiten, deren Beiträge nicht durch das Zahlen vieler Euros hervorgehoben werden. Oft hat man dann bei einer exemplarischen Seite mit 1000 „Gefällt mir“-Angaben nur eine Reichweite von 50 Menschen, die den Beitrag in ihren Newsfeeds angezeigt bekommen haben und davon haben nur 10 wirklich draufgeklickt. Der Grund dafür ist der oben angesprochene Edge-Rank Algorithmus, der entscheidet, welchen und wie vielen Nutzer*innen der Beitrag angezeigt wird basierend auf den drei Faktoren Beziehung, Gewicht und verstrichene Zeit.  Der letzte Faktor ist nicht zu beeinflussen, daher konzentiere ich mich auf die beiden erstgenannten. Mit Gewicht meint Facebook die verschiedenen Typen von Beiträgen wie ein geteilter Artikel, ein Statusupdate oder ein Bild. Mit Beziehung meint Facebook die Häufigkeit der Interaktionen der Nutzer*innen deiner Seite gegenüber. Es hat sich herausgestellt, dass dies der wohl wichtigste Punkt ist für den Erfolg eines Beitrags. Daher widme ich dem nun einen ganzen Absatz.

1. Die drei wichtigsten Bedingungen: Interaktion, Interaktion & Interaktion

Einen erfolgreichen Beitrag zeichnet aus, dass eine möglichst hohe Beitragsreichweite erzielt, zum Beispiel dass er bei unser  exemplarischen Seite mit 1000 „Gefällt mir“-Angaben 500 individuelle Nutzer*innen angezeigt wird. Für diese Reichweite gibt es ein scheinbar einfaches Rezept: Je mehr Interaktionen wie „Gefällt mir“-Angaben, Kommentare und Teilen, desto höher die Reichweite des Beitrags. Doch wie bekommt man Interaktionen, wenn der Beitrag niemandem angezeigt wird, der oder die damit interagieren könnte? Bei einer Reichweite von nur 50 Nutzer*innen oder weniger wird sich oft keine Interaktion ergeben. Der Beitrag wird dann in der Flut anderer Beiträge wie Zeitungsartikeln, Katzenbildern und gesponserten Beiträgen in den Newsfeeds der Nutzer untergehen und nicht lange angezeigt.

Eine Strategie hierfür ist das Anstoßen eines Beitrags. Das kann wie folgt geschehen: Direkt nach dem Veröffentlichen des Beitrags stellt man die agierende Person von der Seite auf den persönlichen Nutzer um und klickt auf „Gefällt mir“. Somit hat er schonmal ein sofortiges „Gefällt mir“ und die Chance, allen Freund*innen und Abonnent*innen wie folgt angezeigt zu werden: „Revotweets gefällt ein Beitrag von Umsonstladen Dortmund [Bild und Link]“ was zu weiteren interessenten und Interaktionen führen kann. Ein einziges „Gefällt mir“ reicht jedoch nicht aus. Ein weiterer Trick ist daher, die agierende Person auf andere von einem selbst administrierte Seiten zu wechseln, die veröffentlichende Seite aufzurufen und den Beitrag als Seite mit „Gefällt mir“ zu markieren. Im Anschluss kann man sich ausloggen und sich mit gegebenenfalls vorhandenen Zweit-Accounts einloggen und den Beitrag von diesem Account aus mit „Gefällt mir“ markieren. Es ist zudem ratsam, die eigenen Mitstreiter*innen für die Thematik zu sensibilisieren und Bescheid zu geben, auch Beiträge mit „Gefällt mir“ zu markieren oder zu teilen.

Auch reichen „Gefällt mir“-Angaben alleine nicht aus. An dieser Stelle bietet es sich an, den Beitrag vom Zweit-Profil aus mit einem kurzen neutralen Kommentar zu versehen wie „interessant“ bei einem Artikel oder „Bin dabei“ bei einer Veranstaltung. Es empfielt sich ihn dann auch direkt  auf der Chronik zu teilen. Ein einfaches „Geteilt!“ als Kommentar tut es in dem Fall auch. Wieder aus- und eingeloggt und zurück auf der veröffentlichenden Seite, stellt man fest dass der Beitrag unter umständen nun als gelb hinterlegt und mit einem Stern angezeigt wird, da er trotz (noch) geringer Reichweite bereits relativ viele „Gefällt mir“-Angaben bekommen hat. Das bedeutet der Beitrag hat jetzt Potential. Bei einem guten Beitrag und mit etwas Glück kann der Beitrag nun ein Selbstläufer werden: Andere Nutzer*innen sehen entweder den Beitrag oder die Interaktion im Newsfeed und interagieren selbst, was wieder zu mehr Reichweite das wieder zu mehr Interaktionen führt: ein sich selbst verstärkender Prozess! Besonders viele Interaktionen und damit verbundene Reichweite stellen sich ein, wenn der Beitrag eine ganz leicht provokant formulierte Frage oder Aufforderung beinhaltet, welche die Nutzer*innen dazu verleitet, zu kommentieren. Es sollte natürlich nicht zu populistisch oder polemisch sein und auch nicht zu provokant, um ausufernden Diskussionen und Beleidigungen vorzubeugen.

2. Das Auge klickt mit – Das Beitrags-Design

Wie erwähnt zählt auch das sogenannte Gewicht des Beitrags. Falls wer sich gewundert hat, warum man nur Katzenbilder oder Bilder mit dummen Sprüchen sieht, interessante Hintergrund-Informationen zum Weltgeschehen aber nicht, liegt das genau daran: Bilder werden von Facebook bevorzugt behandelt. Jedoch nicht nur von Facebook, sondern auch von seinen Nutzer*innen: Ein Beitrag ohne Bild hat von Anfang an schlechtere Chancen als einer mit Bild, je ansprechender und interessanter das Bild, desto eher wird auch auf den Link geklickt, sollte einer dabei sein, oder auf die Bildbeschreibung. Jetzt passen unsere Inhalte – nehme ich mal an – oft nicht in den Rahmen einen Facebook-Bildchens. Je nachdem welche Social-Media-Strategie ihr fahrt, bieten sich hier dennoch verschiedene Möglichkeiten Beiträge mit viel Gewicht zu erzeugen:

2.1.: Der Bild-Link: Eine der besten Möglichkeiten meiner Meinung nach ist, einen Link mit einem eigenen Bild zu versehen. Dazu geht man wie folgt vor: Man kopiert zuerst die URL in das Statusfeld. Wichtig: Es muss ein Link zu einer Seite sein, auf der es irgendein von Facebook ladbareres Bild gibt! Facebook lädt dann die Vorschau des Links und sucht sich ein oder mehrere Bilder als Thumbnail bzw. großes Bild heraus. In kleinen blauen Buchstaben steht dort aber auch: Bild hochladen. Hier könnt ihr ein vorher heruntergeladenes passendes Bild zu dem Beitrag hochladen. Im letzten Schritt fügt ihr so ca. 5 Zeilen Text über der URL ein, der als Teaser fungiert. Der Text sollte Interesse wecken, aber nicht zu viel verraten. Er sollte das Thema des Beitrags nennen, aber nicht die Schlussfolgerung. Bei mehr als einem kleinen Absatz kappt Facebook den Rest und die Nutzer*innen müssen erst auf „Mehr anzeigen“ klicken, was sicher nicht alle tun werden. Die Vorteile dieser Methode: Das Bild wird erstens in diesem Fall immer groß dargestellt und nicht bloß als Thumbnail und zweitens führt ein Klick auf das Bild direkt zu der externen URL.

2.2. Das Deko-Bild: Eine weitere gute Möglichkeit für einen Beitrag, der vielen Nutzer*innen gefallen könnte ist das Aufhübschen eines Status-example1Beitrags zum Beispiel durch ein Archiv-Foto das wiederverwendbar ist, also sich nicht auf ein aktuelles Ereignis bezog, keine Datumsangabe oder sonstige Referenz enthält und auch nicht zu sehr von dem Text darüber ablenkt, dennoch optisch ansprechend wirkt. Wichtig ist jedoch beim Teilen auf eigenen Profilen darauf zu achten, den dazugehörigen Text mitzukopieren und beim Teilen nochmals einzufügen, da Facebook sonst den dazugehörigen Text nur schwach gräulich und verkürzt unterhalb des geteilten Bildes anzeigt.

2.3. Der Statusbeitrag: Es geht auch ohne Bilder. Es ist aufgefallen, dass Facebook auch einfachen Statusbeitragen hohes Gewicht (im Sinne seines Algorithmus‘) beimisst. Wenn man weder ein ansprechendes Archiv-Bild noch ein passenden Bild-Link wie oeben erstellen kann, kann es oft von Vorteil sein einen kurzen ca. fünfzeiligen Statusbeitrag zu verfassen und ihn ohne jeden Schmuck zu posten. Ein Link kann darin auch untergebracht werden indem man die Vorschau einfach entfernt. Dieser Beitrag muss selbst nicht weiter geteilt werden, aber es sollte versucht werden möglichst viele Kommentare und „Gefällt mir“-Angaben zu bekommen, so kann der Beitrag vielen Nutzer*innen angezeigt werden, vor allem auch denen deiner Seite nicht folgen. (Beispiel im Newsfeed „Revotweets hat einen Statusbeitrag von Umsonstladen Dortmund kommentiert„). Beim Teilen des Beitrags wird er nur schwach gräulich angezeigt und abgekürzt, viele sparen sich weitere Klicks um den gesamten Beitrag sehen zu können.

Ein weiterer Vorteil der drei oben beschriebenen Formen ist, dass er als Nebenprodukt die Zahl der Nutzer*innen erhöht, die die Seite mit „Gefällt mir“ markiert haben und so die Neuigkeiten angezeigt bekommen.

2.4. Teilen teilen teilen: Wer Zugriff auf viele Facebook-Seiten oder Profile hat, kann auch eine ganz andere Strategie fahren. Wenn es nicht um den Facebook-Beitrag im speziellen und auch nicht um die Seite geht, sondern nur um den Inhalt eines externen Links, kann sich auch empfehlen, den Inhalts-Link mit einer kurzen Beschreibung auf einer Facebook-Seite zu posten, diese Beschreibung dann zu kopieren und sie genauso über alle zur Verfügung stehenden Seiten und Profile zu teilen, sodass er quasi omnipräsent wird für die Menschen in dem Netzwerk. Die Beiträge werden kaum Interaktion generieren, aber das ist in dem Fall auch nicht nötig, da der Algorithmus ja schon über das massenhafte teilen überlistet wurde. Wenn man dabei trotzdem eine Seite pushen will, kann man in den Beiträgen auf diese Hinweisen und sie wie folgt verlinken: ein „@“ tippen und die Anfangsbuchstaben der Seite eingeben, bis Facebook darunter automatisch die gewünschte Seite anzeigt und „Enter“ drücken.

Alle anderen hier nicht erwähnten Arten des Facebook-Beitrags werden (leider) vom Facebook-Algorithmas als nachrangig eingestuft und so behandelt.

3. Die Social-Media-Strategie

Falls du die Öffentlichkeitsarbeit für ein Projekt oder eine Initiative machst oder einen Blog betreibst, ist es auch wichtig die Strategien und Möglichkeiten zu kennen, wie man die sozialen Medien im Allgemeinen benutzen kann. Anhand gesammelter Erfahrungswerte stelle ich hier eine empfehlenswerte und von dem meisten auch bereits verwendete Strategie vor: Alle relevanten Informationen sammelt und veröffentlicht man auf der eigenen Webseite. So eine Webseite lässt sich sehr schnell, bequem und kostenlos via diverser Blog-Anbieter einrichten, zum Beispiel wie diese Seite via WordPress. Von dort verteilt man die Informationen in Link-Form in die sozialen Netzwerke.

Obwohl praktisch, empfiehlt es sich nicht, Facebook und Twitter zu verknüpfen. Auf Twitter automatisch veröffentlichte Facebook-Links werden in der Regel nicht angeklickt und vom Twitter-Publikum sogar oft boykottiert. Das endet oft im Entfolgen des Twitter-Accounts. Andersherum teilt Facebook Inhalten von externen Netzwerken einen extrem geringen Edge-Rank zu, die Beiträge werden nur einem kleinen Publikum angezeigt und bieten des Weiteren nicht die voll Funktionalität was die Bandbreite der Interaktionsmöglichkeiten angeht. Daher lieber die Mühe machen und auf die jeweiligen Netzwerke maßgeschneiderte Beiträge verfassen und veröffentlichen.

Da Facebook relativ unübersichtlich ist was Kommunikation angeht, empfiehlt es sich die sozialen Medien mono-direktional zu benutzen, also letztlich nur als Sprachrohr der Initiative. Aus diesem Grund deaktivieren einige auf den meisten Facebook-Seiten die Möglichkeit der Seite eine Nachricht zu schreiben. Gerade bei Seiten mit mehreren Admins gehen die entweder unter, werden doppelt oder gar nicht beantwortet etc. Auch Beiträge fremder Leute haben auf der Seite nichts verloren, hier wird ein Projekt oder eine Initiative beschrieben, da sollte man sich nicht instrumentalisieren lassen. Zudem bietet es Angriffsfläche für zum Beispiel rechte Nutzer oder irgendwelche Spinner. Stattdessen sollte man möglichst präsent und häufig die Kontakt-Email-Adresse erwähnen und diese dann natürlich gut betreuen. Wenn man inhaltliche Kommentare und Diskussionen wünscht, kann man die Menschen immer noch auf die Kommentarfelder der WordPress-Artikel verweisen oder unter den jeweiligen Facebook-Beiträgen. Jedoch sollten die meisten Statements intern abgesprochen von der Hauptseite ausgehen. Dies hat den Vorteil dass man zum Einen genau weiß, wie viele Menschen den Artikel gelesen haben und wie lange er letztlich Verbreitung fand, man kann ihn zweitens jederzeit anpassen, aktualisieren, erweitern, sperren, löschen und drittens einen klar erkennbaren konsistenten Verlauf und Informationsstrom anbieten, so dass Nutzer*innen sich irgendwann von selbst direkt auf der Seite informieren (RSS und Email-Benachrichtigungen sollten möglich sein) und Menschen, die aus Prinzip keine sozialen Medien nutzen das volle Angebot mitbekommen. Dies schließt dann jedoch Platfform-gebundene Methoden wie die Facebook-Veranstaltung so gut wie aus, diese Möglichkeiten bieten sich nur an wenn man als Haupt-Schnittstelle die Facebook-Seite benutzt. Der Sinn hinter dieser Strategie ist, die Menschen aus den sozialen Netzwerken abzuholen, auf die eigene Seite zu leiten, dort zu informieren und zu mobilisieren um dann auf Veranstaltungen in persona mit Ihnen interagieren zu können. Dafür bietet es sich an, jede Plattform ihrem Sinn und Zweck und Möglichkeiten nach zu nutzen, z.B. WordPress als zentrale Quelle, Facebook und Twitter als Verbreitungskanäle und Email als Kontaktmedium und Kommunikationsmittel.

4. Was ist das # jetzt? Hashtags auf Facebook!

Den nachfolgenden Text habe ich bereits am 14. Juni 2013 verfasst, da er aber thematisch passt und relevante Informationen enthält, die biser noch nicht abgedeckt wurden füge ich ihn noch einmal an:
Sogenannte Hashtags sind nichts anderes als Schlagworte. Eine Schlagwort-Suche liefert alle als „öffentlich“ markierten Ergebnisse zu genau diesem Schlagwort, welches in dem Beitrag mit dem Raute-Symbol „#“ markiert wurde. Die Schlagwortsuche erzeugt eine viel höhere Relevanz als der eigene Newsfeed, der nach den neuen Facebook-Regeln selten alle wichtigen Beiträge anzeigt, dafür aber viel uninteressantes, egal wie gut man sich vernetzt hat.
Es bringt natürlich wenig, Hashtags zu benutzen, wenn man nur wenige Freunde hat und nicht „öffentlich“ veröffentlicht. Achtung, wenn ihr öffentlich postet kann JEDE*R der nach dem Hashtag sucht, euren Beitrag finden, er muss nicht einmal befreunet sein (wenn es sich um eien Chronik handelt) oder gar selbst bei Facebook sein (wenn es sich um eine Seite handelt). Schaut also vorher, welche eurer Beiträge ruhig öffentlich sein können und verwendet dann für andere möglicherweise relevante Schlagworte. Um herauszufinden, welche das sein könnten gibt es mehrere Tipps:

– Wenn man über ein Ereignis in einer Stadt berichtet, sollte unbedingt der Name der Stadt als Hashtag in dem Beitrag stehen, geht es um eine Region, auch diese. Beispiel: #Mietenwahnsinn nicht nur in #Dortmund und #Bochum sondern in ganz #NRW

– Es empfiehlt sich im eigenen Newsfeed umzusehen um herauszufinden welche Hashtags gerade häufig und von vielen Nutzern benutzt werden. Es hilft nicht, einfach jedes für einen wichtig erscheinende Wort als Schlagwort zu markieren, wenn das niemand anderes tut. Die Schlagworte sollten bereits Verwendung finden. Das könnten sein: gesellschaftliche Reizthemen wie #HartzIV oder aktuelle Geschehnisse wie das #Hochwasser

– Natürlich kann man auch Hashtags neu einführen, wenn man selbst eine hohe Reichweite hat und weiß, dass andere diesen Hashtag aufgreifen werden. In dem Beispiel oben wäre das der Hashtag #Mietenwahnsinn, der auf Facebook weit weniger häufig benutzt wurde als auf #Twitter. Neue Hashtags lassen sich vor allem gut etablieren, wenn eine ganze Bewegung einen eigenen Hashtag kreiert und alle ihre Meldungen damit versieht, bestes aktuelles Beispiel ist #occupygezi für die Proteste in der #Türkei.

HashtagWenn man oft themenbezogen veröffentlicht und eine eigene Seite dazu hat, empfiehlt es sich den Hashtag zum eigenen Thema allen Beiträgen hinten anzuhängen, zum Beispiel empfiehlt es sich bei meinen ganzen Solidarökonomie-Seiten den Hashtag #Solidarökonomie immer anzufügen

– Hashtags haben aber auch noch einen weiteren wichtigen Zusatznutzen, nämlich den der besseren Vernetzung. Wenn man Hashtags zu einem persönlich sehr wichtigen Thema folgt kann man sich per „Gefällt mir“-Angaben, Interessenlisten und Freundschaftsanfragen ein eigenes themenspezifisches Netzwerk auf Facebook aufbauen.

– Auch die eigene Reichweite und das eigene Freundes-Netzwerk lässt sich so ausbauen, wenn man konstant gute aktuelle Beiträge zu einem für andere relevanten Thema postet, wird man über kurz oder lang auch in dem Bereich eine höhere Reichweite und Vernetzungserfolge erreichen. Wenn ich zum Beispiel aus unserem Bündnis immer aktuelle Meldungen zu #Zwangsräumung in #NRW verbreite, bekomme ich vor allem neue Freunde/“Gefällt mir“s von Leuten, die sich genau dafür interessieren.

– Zu guter Letzt kann man Hashtags auch nutzen, um Themen miteinander zu verbinden, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: Beispiel: „Statt in neue #Drohnen hätte man Geld in neue Dämme stecken können. #Hochwasser“

So verbindet man relevante Themen und verbreitert Debatten, zudem verbindet man die Interessenten an den jeweiligen Themen über deren Schlagwortsuche. Man kann dies auch einsetzen, um auf Akteure hinzuweisen und diese öffentlich anzugehen, Beispiel: „#Hochwasser Für die Flutopfer ist keine Kohle da, aber für die #DeutscheBank immer, oder wie muss ich das verstehen #CDU #CSU #FDP?“

 

-> Falls ihr Ergänzungen, Anmerkungen oder weiterführende Fragen habt schreibt mir diese als Kommentar oder auf einem anderem Weg: Kontakt

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s