Unterstützung gesucht: Hilfe zur Selbstorganisation

Veröffentlicht: 29. September 2013 in Dortmund, Solidarökonomie
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17.09.2013: Die Aktivistinnen und Aktivisten des Occupy-Kollektivs in Dortmund beginnen, ein Treffen für sozialen Erfahrungsaustausch, gegenseitige Hilfeleistung & Beratung und Hilfe zur Selbstorganisation zu organisieren. Jede und jeder, der gerne mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen uns zu unterstützen!

Warum dies wichtig ist: Täglich wird die Menschenwürde mit den Füßen getreten. Zeitarbeiter*innen, Leiharbeiter*innen, Erwerbslose, Alleinerziehende, Rentner*innen, Mini-Jobber*innen, „Generation Praktikum“: Wo man hinsieht, werden Menschen zu Arbeit genötigt, schlecht oder gar nicht bezahlt. Denen, die gar keine Arbeit finden oder krank geworden sind, wird noch schlimmer zugesetzt: Überwachung, Schikane, Nötigung und Sanktionierung kennzeichnen das „System Hartz IV“. Wer sich dagegen wehrt, wird oft noch härter sanktioniert. In der Gesellschaft macht sich Sozialchauvinismus und Sozialrassismus breit. Viele Menschen vergessen, dass sie mit dem Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf Wohnraum und auf gesellschaftliche Teilhabe auf die Welt gekommen sind, und nichts, aber auch wirklich gar nichts, kann uns diese Rechte nehmen!

Es ist an der Zeit, sich zu organisieren und diesen Missständen entschlossen entgegen zu treten! Wenn wir uns zusammen tun, unsere Erfahrungen austauschen und uns untereinander solidarisch zeigen, können wir einiges erreichen!

Zum Beispiel sollte niemand alleine zum Amt müssen! Wenn wir uns gegenseitig zu Terminen begleiten, wird dem Missbrauch ein Riegel vorgeschoben, da so immer Zeug*innen da sind, die Ungerechtigkeiten kommentieren und dokumentieren können.

Gemeinsam können wir überlegen, was zu tun ist bei Mietpreiserhöhungen, ungewöhnlichen Nebenkostenabrechnungen, Stromsperren oder Gas-Absperrungen. Wir können uns zusammenschließen, um Zwangsräumungen zu verhindern!

So werden wir Vorträge anbieten zu den Themen Sozialrecht, Mietrecht, Solidarökonomie, uvm. Nicht nur wenn uns Anwält*innen, Sozialrechtsexpert*innen und Sozialarbeiter*innen unterstützen, können wir uns gegenseitig helfen. Schon der Austausch der Erfahrungen mit Ämtern, Behörden, Unternehmen, aber auch praktische Lebenshilfe, kann uns viel bringen! Das Gefühl der Hilflosigkeit, der Ohnmacht, der Ausgrenzung überwinden, sich selbst aktivieren, Teil zu haben und zu organisieren.

Wir wollen zudem im Anschluss gemeinsam kochen, zum Beispiel einige der veganen Rezepte aus unserer Volxküche!

Unser Gib und Nimm Tisch wird ebenfalls aufgebaut werden, an welchem nicht mehr benötigte Sachen abgegeben oder interessante Sachen mitgenommen werden können.

Wer also Interesse hat, uns hierbei zu unterstützen und zu begleiten, wer relevante Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten hat, schreibe bitte an occupy-dortmund[at]riseup.net

soli

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